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Allgemeines
Salzgitter ist eine Stadt im Braunschweiger Land im Südosten des Bundeslandes Niedersachsen, zwischen Hildesheim und Braunschweig.
Mit 106.077 Einwohnern auf 223,94 km² (Stand: 31. Dezember 2006) ist sie eine der flächengrößten Städte Deutschlands.
Die Haupteinkaufsstraße der jungen Großstadt befindet sich im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt, die Altstadt befindet sich in Salzgitter-Bad.
Die Stadt ist durch einen Stichkanal mit dem Mittellandkanal und dem Elbe-Seitenkanal verbunden.
Nächst größere Städte sind Braunschweig, etwa 23 km nordöstlich und Hannover, etwa 51 km nordwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Salzgitter überschritt bereits mit der Bildung der Stadt Watenstedt-Salzgitter im Jahre 1942 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Salzgitter ist neben Wolfsburg, Eisenhüttenstadt und Leverkusen eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland im 20. Jahrhundert.
Die Stadt Salzgitter unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
* Imatra (Finnland), seit 1970
* Swindon (Vereinigtes Königreich), seit 1975
* Créteil (Frankreich), seit 1980
* Staryj Oskol (Russland), seit 1987* Gotha (Thüringen), seit 1988
Geschichte
Salzgitter entstand ab dem Jahr 1937/1938 aus 29 Ortschaften die früher zu den Städten Braunschweig, Wolfenbüttel und Goslar gehörten.
Mit dem Aufbau der Reichswerke "Hermann Göring" im Jahr 1937 wurde das nicht damals industriell erschlossene Gebiet durch vorübergehende Barackenlager als Übergangslösung erschlossen.
Um den vielen Menschen die im Bergbau und im Hüttenwerk Beschäftigung fanden, Unterkünfte zu finden.
Durch die zahlreichen Erzbergwerke und des ständig anwachsenden Hüttenwerkes wurde der Wohnungsbau mit allen Mitteln vorangetrieben, welcher sich zunächst auf 130.000 Einwohner beschränkte.
In der Endplanung ging man von 250.000 Menschen aus, die rund um das Industriegebiet der am 01. April 1942 Stadt Watenstedt-Salzgitter angesiedelt werden sollten.
In den Kriegsjahren, von 1939 - 1945, bekam die Stadt Watenstedt-Salzgitter verhältnismäßig wenig von den alliierten Luftangriffen ab,
so dass das Reichswerk "Hermann Göring" nahezu unbeschadet den Krieg überstand.
1950 wurde durch den Entmilitarisierungsbeschluß der Alliierten festgelegt, dass der überwiegende Teil der Hüttenwerke demontiert, bzw. gesprengt werden sollten.
Während der Demontagearbeiten protestierten die damaligen Arbeiter so heftig, dass die Demontage von zahlreichen Werken deutschlandweit eingestellt wurde.
Der Stadtname wurde 1951 nach Ratsbeschluss in "Salzgitter" geändert.
In den Jahren 1961/62 begann man mit Ausbaggerungsarbeiten nahe der Ortschaft Lebenstedt. Worin man u. a. Skelette verschiedener Tiere der Eiszeit fand.
Ab dem 01. März 1974 gehören nun auch die selbstständigen Gemeinden Üfingen und Sauingen des Landkreises Wolfenbüttel auch zu Salzgitter.
Der "Salzgitter-See" wurde 1975 in der geplanten Größe von 75 ha fertig gestellt.
Bis heute ist diese eine willkommene Abwechselung für die Bürger er "Stadt im Grünen", der neben zahlreichen Wassersportmöglichkeiten auch ideal für Openair Konzerte und sonstige Veranstaltungen genutzt wird.
Die Ära des Erzabbaues fand 1982 mit der Schließung des Schachtes Haverlahwieses sein Ende. Der verbleibende Schacht Konrad ist heute das letzte Wahrzeichen für den Jahrzehntelangen Erzabbau in Salzgitter, noch heute als Forschungsstätte für Untertagearbeiten genutzt.
Im April 1992 feiert Salzgitter sein 50jähriges Stadtjubiläum unter anderem mit einem Festakt und einer internationalen Veranstaltungswoche.
Seit 1995 hat Salzgitter ein Wahrzeichen - das Monument zur Stadtgeschichte, vom Bildhauer Prof. Jürgen Weber.
In der City erzählt es vom Leiden der Zwangsarbeiter und KZ - Häftlinge beim Aufbau der Industrie des Nationalsozialismus,
von der Flucht aus der Heimat jenseits der Oder und Neiße, vom Kampf gegen Demontage der Hütte und dem Lebens- und Aufbauwillen der Menschen.
Die Stadt steht als Musterbeispiel für die deutsche Zeitgeschichte. Abschluss der Innenstadtsanierung und Grundsteinlegung für den Neubau
des Bundesamtes für Strahlenschutz in Lebenstedt.
Quellen
www.salzgitter.de
www.wikipedia.org
Werner Böhmken, Chronik der Kirchengemeinde St. Michael 1939-1989
Franz Zobel, Chronik der Stadt Salzgitter
Anmerkung: Dieser kleine Auszug, der Geschichte Salzgitters, wurde durch die Autoren teilweise umgeschrieben.
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